Katastrophenmanagement
Schwere Unfälle oder Naturkatastrophen, z.B. Überschwemmungen, können eine Vielzahl von Menschen betreffen. Schnelle Reaktionszeiten und die logistische Abstimmung verschiedener Rettungseinheiten sind für die verantwortlichen Katastrophenhelfer von essentieller Bedeutung. Rasche und gezielte Hilfe kann Leben retten sowie ökonomische und ökologische Schäden verhindern oder zumindest minimieren.
Die Situation
Um schnelle und effektive Hilfe leisten zu können, müssen Rettungskräfte detaillierte Kenntnisse besitzen. Doch im Ernstfall sind häufig wichtige logistische Informationen nicht direkt verfügbar; die Einsatzleiter können nicht sofort auf die Daten und Programme zugreifen, die sie dringend benötigen.
Die Lösung
Alarmierungspläne und Hilfspunkte
Liegt ein Notfall vor, wird die Notfallorganisation laut dem in e-BEM gepflegten Alarmierungsplan aktiviert. Um die Hilfe vor Ort schnell und reibungslos koordinieren zu können sind aktuelle Informationen über die Hilfspunkte unabdingbar. In der e-BEM Übersicht sieht der Verantwortliche sofort alle Einsatzhinweise, Zufahrtswege, Funkverbindungen, Löschwasserstellen, Sammelplätze sowie die UTM-Koordinaten der einzelnen Hilfspunkte.

Geografische Informationen
Über einpflegbare Detailkarten des Einsatzgebietes kann der Einsatzleiter sich ein schnelles Bild der geografischen Gegebenheiten machen:

Mit in der Karte enthaltenen Symbolen sieht er sofort, an welchen Standorten sich Löschwasserentnahmestellen, Verletzten-Sammelstellen, Hubschrauberlandeplätze usw. befinden.

Einsatztagebuch
Im Einsatztagebuch werden alle Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Katastrophenfall erfasst. Die chronologische Abfolge aller Aktivitäten ist lückenlos nachvollziehbar. Die Daten können selbstverständlich in andere Office-Anwendungen wie z.B. Microsoft Word exportiert werden.

Welche Anforderungen an andere Stellen wie z. B. das THW gegeben wurden und wie der Status der Anforderungen ist, kann jederzeit nachvollzogen werden. Die Koordination im Katastrophenfall wird somit enorm erleichtert.

Helfer
Zu den Stammdaten der Helfer, die in e-BEM erfasst werden, gehört neben Beruf und Anschrift des Arbeitgebers auch, ob alle notwendigen Meldungen und Benachrichtigungen für diese Person durchgeführt wurden, z.B. die Anfrage an den Arbeitgeber, die Weitergabe von Informationen an das zuständige Bundesamt etc.
Jeder Katastrophenhelfer muss pro Jahr eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden leisten. Im e-BEM Modul Katastrophenmanagement wird erfasst, wer wie viele Stunden geleistet hat. Falls der Helfer keine oder nicht genügend Nachweise über geleistete Stunden eingereicht hat, erhält er automatisch eine Erinnerung per E-Mail. Es ist immer aktuell erkennbar, welche Helfer noch Stundendefizite haben.

Digitale Alarmierung
In diesem e-BEM Formular wird erfasst, welche Ansprechpartner Zugangsmöglichkeiten zu benötigten Ressourcen haben, z. B. Schlüssel für Gebäude oder Geräte. Zu den personenbezogenen Daten gehören außerdem Ehrungen, welche die Person erhalten hat. Dies ist zwar nicht direkt auf eine Katastrophe bezogen, gehört aber trotzdem zur vollständigen Darstellung des Katastrophenhelfers.
Ressourcenverwaltung Organisationen
In diesem Zusammenhang sind auch die Geräte und Fahrzeuge der Organisationen interessant. Der Sachbearbeiter erkennt sofort, wo das KFZ stationiert ist, wann die Nutzungsdauer abläuft und wer der Kostenträger ist (dies ist u. a. wichtig für Zuschusszahlungen).

